Trauung
Die Trauung - das Fest der Liebe
In der kirchlichen Trauung wird die Liebe zwischen zwei Menschen unter Gottes Segen gestellt. Sie ist ein Geschenk Gottes. Dankbarkeit und Freude prägen deshalb die kirchliche Feier.
Dass sie eine dauerhafte Beziehung wollen, machen die Brautleute im Trauversprechen öffentlich. Sie bringen vor der Festgemeinde und Gott zum Ausdruck, was sie einander bedeuten und dass sie sich einander versprechen. Wie Gottes Verheißung für gute und schlechte Tage gilt, wollen Partner und Partnerin in schönen und schweren Stunden zusammenbleiben, ihre Liebe gestalten und wachsen lassen.
Bedingung für eine kirchliche Trauung ist die vorherige Eheschließung auf dem Standesamt.
Die Ehe – biblisch betrachtet
"Es ist nicht gut dass der Mensch allein sei.“ heißt es im ersten Buch der Bibel (1. Mose 2,18) – und das erste Paar entsteht.
Nach christlichem Verständnis ist die Liebe zwischen zwei Menschen ein Geschenk Gottes, der diese Menschen geschaffen hat. In einer lebenslangen und respektvollen Beziehung können sich Gottes Liebe, seine Wertschätzung des Menschen und seine Treue widerspiegeln.
Auch das Neue Testament betont, dass Mann und Frau durch jene Liebe miteinander verbunden sind, die in der Liebe Gottes gründet: "Ihr seid zur Freiheit berufen, ... durch die Liebe diene einer dem anderen" (Galater 5,13).
Die Evangelische Kirche traut Ehepaare jeder Lebensform. Sie sieht die Ehe prinzipiell als dauerhaft an. Wir wissen aber auch: Nicht immer gelingt das. So trauen wir auch Menschen, die nach einer Scheidung ein zweites Mal heiraten.
Häufige Fragen zur Trauung
Kann man sich den Pfarrer/die Pfarrerin für seine Trauung selber aussuchen?
Im Prinzip ja. Aus unserem Pastoralteam könnt ihr – im Rahmen der zeitlichen Möglichkeiten – die Person wählen, die euch trauen soll. Auch Evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer anderer Gemeinden, zu denen ihr eine persönliche Verbindung habt, sind bei uns willkommen.
Wo bekomme ich einen Termin für die Trauung?
Für die Terminvergabe ruft bitte im Gemeindebüro an. Dort erfahrt ihr, ob die Kirche zum Wunschtermin noch frei ist. Eine frühzeitige Planung ist sinnvoll.
Was passiert im Traugespräch? Was müssen wir mitbringen?
Beim Traugespräch geht darum, sich kennen zu lernen und den Gottesdienst zu planen. Nennt dabei gern eigene Wünsche und Erwartungen an die Gestaltung des Gottesdienstes. Nicht vergessen: Spätestens zur Trauung das Stammbuch mitbringen. Erst wenn ein Paar standesamtlich verheiratet ist, kann die kirchliche Trauung gefeiert werden.
Paare, die nicht zu unserer Gemeinde gehören, brauchen eine so genannte Dimissoriale von ihrer Heimatgemeinde. Meist genügt ein Anruf in Ihrer Heimatgemeinde, damit sie Ihnen zugeschickt wird.
Was ist der Trauspruch?
Jedes Brautpaar bekommt zur Hochzeit einen Bibelvers, der als Motto und Zuspruch die Ehe begleitet. Schön ist es, wenn ihr euch schon vor dem Traugespräch Gedanken über diesen Trauspruch macht. Eine Auswahl an schönen Trausprüchen finden Sie unter: www.trauspruch.de. Natürlich kann der Trauspruch auch im Traugespräch gemeinsam mit dem Pfarrer / der Pfarrerin gefunden werden. Die Trauansprache bezieht sich auf den Trauspruch.
Was ist, wenn mein Partner einer anderen Konfession angehört?
Wenn Sie sich nicht für eine rein katholische oder rein evangelische Trauung entscheiden können, ist eine "ökumenische Trauung" ein Kompromiss, der beide Konfessionen berücksichtigt. Es handelt sich dabei um eine katholische Trauung mit Beteiligung eines evangelischen Pfarrers oder einer Pfarrerin bzw. um eine evangelische Trauung mit Beteiligung eines katholischen Pfarrers – je nachdem, ob Sie sich für ein katholisches oder evangelisches Gotteshaus entscheiden.
Die ökumenische Trauung gilt kirchenrechtlich als katholische Trauung, wenn sie unter katholischer Federführung vollzogen wurde und entsprechend als evangelische Trauung bei evangelischer Federführung.
Klingt kompliziert? Wenden Sie sich einfach an den für Sie zuständigen Pfarrer. Er kann ihnen alle Fragen rund um die ökumenische Trauung mit Ihnen besprechen.
Was ist, wenn mein Partner/meine Partnerin nicht in der Kirche ist oder einer ganz anderen Religion (z.B. dem Islam) angehört?
Wenn ein Partner evangelisch ist, der andere keiner oder einer anderen Religion angehört, ist eine evangelische Trauung in der Regel nicht möglich. In besonders begründeten Fällen kann hier eine Ausnahme gemacht werden. Im Gespräch mit einem unserer Pfarrer / Pfarrerinnen, können wir klären, was möglich und sinnvoll ist.
Was kommen für Kosten auf mich zu?
Für Gemeindeglieder unserer Kirchengemeinde entstehen für die Nutzung unserer Kirchen keine Gebühren. Der Blumenschmuck und eine musikalische Ausgestaltung des Gottesdienstes muss von dem Brautpaar finanziert werden.
Von Menschen aus anderen Gemeinden, die sich bei uns trauen lassen wollen, erwarten wir eine Spende für die Nutzung unserer Kirchen. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Pfarrer.
Wie läuft die Trauung konkret ab?
Ein Traugottesdienst kann - vereinfacht gesagt - in drei Teile eingeteilt werden. Im ersten Teil werden Brautpaar und Festgemeinde mit einem biblischen Wort begrüßt. Gebet und Lied/Musik dienen der Sammlung und dem Lobpreis Gottes. Er hat diese Liebe angestiftet. Ohne seinen Segen könnte sie nicht leben.
Mit der Predigt über den Trauspruch beginnt der mittlere Abschnitt. Es folgt die eigentliche Trauung, in der Reihenfolge: Schriftlesung, Trauversprechen der Eheleute, Ringwechsel, Segen für die junge Ehe. Wünscht sich das Ehepaar ein gemeinsames Abendmahl, oder wird im Traugottesdienst getauft, schließt dies jetzt an.
Im Schlussteil folgen Fürbitten, Vaterunser und mit dem Segen Gott entlässt der Pfarrer Brautpaar und Traugemeinde in den folgenden Festtag.
Dürfen wir auch im Freien oder an einem anderen besonderen Ort heiraten?
Grundsätzlich ist die Kirche der Ort für einen Gottesdienst, also auch für die kirchliche Trauung. In besonders begründeten Fällen sind jedoch Ausnahmen möglich. Sprecht diesen Wunsch schon bei der Anmeldung an.
Wo innerhalb des Gottesdienstes können Verwandte und Freunde mit gestalten?
Häufig möchten die Trauzeugen, gute Freunde oder Geschwister die kirchliche Trauung mit gestalten, z.B. einen Bibeltext oder ein Gebet vorlesen oder etwas singen. Sehr schön kann auch die Beteiligung der Eltern oder von Freunden bei der Segnung des Paares in der Trauung sein. Wenn Sie bereits davon wissen, sprechen Sie das bitte im Traugespräch an, so dass Ihr Pfarrer es einplanen kann. Falls es eine Überraschung sein soll: Bitten Sie Ihre Trauzeugen, Freunde usw., sich beim Pfarrer zu melden.
Was ist mit den Trauzeugen?
Die Trauzeugen benötigen Sie für die standesamtliche Trauung. Bei der kirchlichen Trauung spielen sie keine offizielle Rolle. Sprechen Sie mit Ihrem Pfarrer, wenn Sie Ihre Trauzeugen dennoch einbinden möchten. Es ist nicht üblich, dass die Trauzeugen neben dem Brautpaar sitzen – aber wenn ihr das wünscht, besprecht es mit dem Küster / der Küsterin.
Können wir selbst Lieder aussuchen?
Ja! Vielleicht habt ihr ein Lieblingslied oder ihr findet im Gesangbuch einen Liedtext, der euch besonders anspricht. Im Traugespräch können diese Wünsche besprochen werden!
Wer macht die Liedblätter oder Gottesdienstprogramme?
Viele Paare möchten an Ihrer Hochzeit ein besonders schönes Gottesdienstheft haben. Das hat auch den Vorteil, dass alle Gäste den Ablauf vor Augen gaben. Ihr dürft ein solches Programm gern mitbringen. Es kann dann vom Küster / der Küsterin am Eingang zur Kirche verteilt werden.
Was ist, wenn ein Freund oder eine Freundin etwas im Traugottesdienst vortragen möchte?
Das ist möglich, sollte aber wegen des genauen Gottesdienstablaufs im Traugespräch oder direkt mit dem Pfarrer / der Pfarrerin abgesprochen werden.
Ist es möglich, den Kollektenzweck selber festzulegen?
Ja, das ist bei uns grundsätzlich möglich. Der Verwendungszweck kann außerhalb der Gemeinde liegen (Hilfsprojekt, soziale Initiativen), aber auch einem bestimmten Bereich der Kirchengemeinde gewidmet werden (Jugendarbeit, Erhaltung der Kirche). Der Kollektenzweck kann im Traugespräch geklärt werden.
Eure Trauung planen:
1. Legt mit dem Gemeindebüro (02324 25488) den gewünschten Termin und Ort eurer kirchlichen Trauung fest. Der Termin wird direkt bestätigt, so dass ihr planen und einladen könnt.
2. Den Traugottesdienst gestaltet ein Pfarrer / eine Pfarrerin für euch. Wenn ihr zur Evangelischen Kirchengemeinde Hattingen-Sprockhövel gehört, meldet sich die Person aus unserem Pastoralteam, die euch traut, bei euch. Wenn ihr einen bestimmten Personenwunsch habt, gebt ihn bei der Terminfestlegung an. Wenn ihr zu einer anderen Kirchengemeinde in einem Nachbarort gehört, sprecht bitte die Geistlichen eurer Heimatgemeinde an, damit sie den Termin mit euch einplanen können. Kommt ihr von weiter weg, klären wir mit euch, wer euren Festtag gottesdienstlich begleitet. Mit der Person, die euch traut, gibt es vorher ein ausführliches Traugespräch zum Kennenlernen und Planen der Hochzeit. Auch vorher könnt ihr mit ihr schon Fragen zum Ablauf besprechen.
3. Mit der Anmeldebestätigung bekommt ihr neben praktischen Informationen zu Ablauf und Örtlichkeit auch die Kontaktdaten der Personen, die eure Trauung vor Ort begleiten: Küsterinnen/Küster sind eure Partner für den organisatorischen Ablauf in der Kirche (Besichtigung vorab, Blumenschmuck, Verteilen von Programmen, besondere Gestaltungswünsche), Kirchenmusikerinnen/Kirchenmusiker sorgen für Orgelklang und Liedbegleitung.
4. Das Formular Anmeldung zur Trauung könnt ihr nach Erhalt der Terminbestätigung ausfüllen und an das Gemeindebüro senden. Am besten per E-Mail: hattingen-sprockhoevel@kirche-hawi.de. Gerne auch schon das Formular für kirchliche Zwecke der standesamtlichen Eheschließung. Es muss spätestens zur kirchlichen Trauung vorgelegt werden.